Seit Juni 2025 arbeitet Caroline Keil als stellvertretende Einrichtungsleitung und Quartiersmanagerin im Haus St. Norbert in Michendorf. Im Interview spricht sie über ihre Motivation, ihre Vision und ihren Weg zu den Ordenswerken.
Mein beruflicher Einstieg begann mit der Ausbildung zur Sozialassistentin, gefolgt von der Qualifikation zur Heilerziehungspflegerin. In den darauffolgenden Jahren durfte ich vielfältige praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen der Behindertenhilfe sammeln. Diese Zeit hat mich nicht nur fachlich geprägt, sondern auch meinen Wunsch bestärkt, mich weiterzuentwickeln. Deshalb habe ich mich für ein Studium im Bereich Sozialpädagogik und Management entschieden – mit dem Ziel, eine Besondere Wohnform zu leiten und aktiv daran mitzuwirken, Unterstützungsangebote für Menschen mit Beeinträchtigungen weiterzuentwickeln und zukunftsorientiert mitzugestalten. Begleitend zum Studium absolvierte ich ein Traineeprogramm zur Bezirksleitung in einer ambulanten Wohnform. In dieser Zeit konnte ich wertvolle Einblicke in leitende Aufgaben gewinnen und erste Führungserfahrungen sammeln. Ich freue mich sehr darauf, hier meine Erfahrungen, mein Engagement und meine Leidenschaft für inklusive Arbeit einbringen zu können. Mein Ziel ist es, Lebensräume aktiv mitzugestalten, in denen Teilhabe, Wertschätzung und die individuelle Förderung jedes Einzelnen im Mittelpunkt stehen.
Warum sind Sie zu den Ordenswerken gekommen?
Die Arbeit mit Menschen mit Unterstützungsbedarf ist für mich weit mehr als ein Beruf – sie ist eine echte Herzensangelegenheit. Bei den Ordenswerken habe ich das Gefühl, wirklich etwas bewegen zu können – in einem Arbeitsumfeld, das Sinn stiftet, Entwicklung fördert und Raum für Mitgestaltung bietet. Die lange Tradition der Ordenswerke gibt mir dabei Orientierung und Sicherheit – lässt mir aber auch die Freiheit, neue Ideen und Veränderungen aktiv mitzugestalten.
Was mögen Sie an Ihrer Arbeit?
Ich schätze besonders die Abwechslung in meinem Arbeitsalltag. Die Kombination aus organisatorischen Aufgaben, Bürotätigkeiten und dem regelmäßigen Austausch im Team, der dafür sorgt, dass alle an einem Strang ziehen. Am meisten berühren mich jedoch die Begegnungen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Es sind oft die kleinen, persönlichen Momente, die mir zeigen, warum ich meinen Beruf so gerne mache – und die mich Tag für Tag motivieren. Eine wertschätzende Teamkultur ist für mich dabei
unverzichtbar: Sie fördert nicht nur eine gelingende Zusammenarbeit und den Zusammenhalt untereinander, sondern gibt mir auch das gute Gefühl, mit meiner Arbeit am richtigen Platz zu sein.
Womit verbringen Sie gerne Ihre Freizeit?
In meiner Freizeit bin ich gerne unterwegs und entdecke neue Orte, Städte oder Seen in Deutschland. Meine kreative Seite lebe ich beim Kochen und Backen aus. Das
entspannt mich, macht Spaß und bietet eine sehr gute Abwechslung zu meinem Alltag. Einen ganz besonderen Ausgleich finde ich beim Bachata-Tanzen – Musik, Bewegung und Lebensfreude in perfekter Kombination. Und wenn es mich in die Ferne zieht, bin ich auf Teneriffa oder auf einer ruhigen Insel in Thailand – Orte, an denen ich neue Energie tanke und die Seele baumeln lassen kann.
Was begeistert Sie?
Mir gefällt die Zusammenarbeit mit Menschen, die ihre eigenen Erfahrungen, Sichtweisen und Stärken einbringen. Aus dieser Vielfalt entstehen oft neue Perspektiven und Ideen – und am Ende ein gemeinsames Ziel, das von vielen getragen wird. Im Alltag mit den Bewohnerinnen und Bewohnern berührt es mich besonders, wenn ich miterleben darf, wie jemand über sich hinauswächst und dadurch neue Lebensfreude gewinnt. Solche Momente sind für mich eine der schönsten Bestätigungen für meine Arbeit in der
Behindertenhilfe.